Gözleme im Levante

Vor Jahren, ich weiß gar nicht vor wie vielen genau, war ich in der Türkei im Urlaub. Auf der Hotelanlage gab es ein Zelt, in dem jeden Nachmittag ältere Damen saßen. Sie hatten ein traditionelles Gewand um und saßen vor großen schwarzen Pfannen.
Jeder konnte sich an stellen und bekam frische Gözleme.
Das ist ein dünner Teigfladen, der wie ein Crêpe gebacken wird. Es gibt unterschiedliche Füllungen. Zum Beispiel herzhafte Sorten mit  Spinat oder Hackfleisch und süße Varianten mit Zimt und Zucker. Ich weiß noch, dass ich damals immer Zimt und Zucker gewählt habe. Anschließend habe ich mir die Zunge verbrannt, weil ich immer sofort reingebissen habe.


Letztens habe ich Lust bekommen mich in diesen Urlaub zurück zu versetzen. Zurück in Tage an denen ich mir nur darum Gedanken gemacht habe, ob ich süße oder herzhafte Gözleme essen möchte.
Da kam mir der Artikel in der Berliner Morgenpost sehr recht. Ein türkisches Restaurant wurde empfohlen. Und so ging ich ins "Levante".
Gleich als ich rein kam, sah ich die große gewölbte Metallpfanne, auf der die Gözleme gemacht werden. Der Laden ist einfach eingerichtet, aber nicht ungemütlich.
Gözleme kann man an vielen Orten kaufen in Berlin, etwa auf Wochenmärkten. Da sind sie mir leider viel zu fettig. Deshalb war ich begeistert als ich den Fladen im "Levante" serviert bekam. Es war außen knusprig, innen saftig und all das ohne Fett. Der Chef höchst persönlich hat sich dafür hinter die Metallpfanne gestellt. Dazu wurden Hummus, Antipasti und Bulgursalat gereicht.

Levante
Goltzstraße 6
10781 Schönberg


Chia-Bananenbrot

Mein erstes Bananenbrot. Und dann ist es auch noch kein gewöhnliches. Sondern mit Chiasamen und Himbeeren. Ein Chia-Bananenbrot! Echt klasse! Innen war es fruchtig und saftig, aber  außen schon knusprig.
Ich glaube ich werde in Zukunft öfter zur Bananenbrot-Bäckerin.

Für das Frühstück habe ich eine Brotscheibe mit Quark bestrichen. Am Nachmittag war es dann ohne Quark mehr wie ein Kuchen. Sehr passend also zum Kaffee.

Das war das erste Mal, dass ich Chiasamen gebacken habe. Sonst habe ich sie immer in mein Müsli geschüttet oder einen Pudding daraus gemacht. Wieder eine neue Backerfahrung für mich.


Gerade als ich diesen Blogartikel schreibe, ist es draußen grau. Es sieht so aus als würde es jeden Moment anfangen zu regnen. Ich überlege was ich als nächstes backen möchte, wo ich einkaufen gehe und wie ich trocken hin und zurück komme, falls es wirklich anfangen sollte zu regnen. Ich träume von Schokoladenkeksen. Wäre das nicht traumhaft?

Ja ich würde jetzt sehr gern Kekse essen und mein Buch weiter lesen. Gestern habe ich das Buch „Türkisgrüner Winter“ von Carina Bartsch angefangen. Es ist der zweite Teil der Geschichte von Emely und Elyas. Der erste Teil der Geschichte ist im Band „Kirschroter Sommer“ aufgeschrieben. Ich habe die Geschichte verschlungen. Emely trifft nach sieben Jahren ihre erste große Liebe Elyas wieder. Freuen tut sie das nicht, denn er raubt ihr den letzten Nerv. Ständig geraten die beiden in witzigen Wortgefechten aneinander. Plötzlich taucht ein anonymer E-Mail-Schreiber auf, der ihr sensible und romantische Nachrichten schreibt. Sie ist gerührt und fängt an ihn tatsächlich zu mögen. Wer dieser E-Mail-Schreiber ist und was Elyas mit seinen Stichelein bezweckt, verrate ich euch nicht. Es macht viel Spaß zu lesen und ist wunderbar geschrieben. An einigen Stellen musste ich lachen. An anderen kamen mir die Tränen. Aber als ich das Reihe angefangen habe, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Eindeutig eine Empfehlung für die Sommerferien, eine Reise oder einfach für zwischendurch.


Zutaten:
175 g weiche Butter
175 g Zucker
3 Eier
350g Mehl
60g Chia-Samen
1/2 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 große reife Bananen, mit einer Gabel zermust
2 EL Vollmilchjoghurt
100g unaufgetaute tiefgekühlte Himbeeren

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Kasten-Backform mit Backpapier auslegen.
Butter und Zucker cremig schlagen. Die Eier nach und nach untermischen.
Mehl, Chia-Samen, Backpulver und Salz mischen. Gemeinsam mit den gemusten Bananen und Vollmilchjoghurt in den Teig mengen.
Den Teig nun in die Form füllen und zwischendurch immer mal wieder Himbeeren hineinschichten. Die Teigoberfläche glattstreichen und die Form für ca. 70 Minuten in den Ofen geben. Dabei nach zirka 50 Minuten mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht schwarz wird.




Mohn-Johannisbeer-Kuchen

Endlich! Die Johannisbeeren im Garten sind reif. Da musste ich gleich einen Kuchen draus machen. Das Pflücken ist eine anstrengende Arbeit. Der Strauch ist so größ, dass ich nicht an jede Ecke ran komme. Außerdem sind dort viele Mücken unterwegs.
Die gepflückten Beeren müssen gewaschen werden und von den Rispen entfernt werden. Nur irgendwie hingen die Beeren dieses Jahr besonders an dem Stiel und wollten sich auch nicht davon trennen. Irgendwann klappte es doch. Einige Beeren wurden dabei leider matschig. Egal. Die wurden dann sofort vernascht. 
Wir haben so viele Johannisbeeren, dass jedes Jahr meist mehrere Streuselkuchen daraus entstehen. Dieses Jahr probierte ich zum ersten Mal diesen Kuchen mit Mohn. Ich freue mich sehr über die Abwechslung. Natürlich gibt es auch viele Johannisbeerkuchen mit Baiser, aber das mag ich nicht so gern. 


Zutaten:
180 g weiche Butter
180 g Zucker
3 Pck Vanillezucker
1 Prise Salz
6 Eier
375 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
9 EL gemahlener Mohn
120g Naturjoghurt
75ml Milch
600g Johannisbeeren


Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Form mit Backpapier auslegen.
Die Johannisbeeren waschen, trocken tupfen und von den Rispen abzupfen.
Butter und Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel schaumig schlagen. Die Eier hinzufügen und weiterschlagen.
Mehl mit Backpulver und Mohn vermischen und zusammen mit dem Joghurt und der Milch unterrühren. Zum Schluss vorsichtig die Johannisbeeren untermengen.
Den Teig in die Backform füllen und den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 40 Minuten backen.